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Zugängliche digitale Services

Barrierefreie Webanwendungen technisch sauber entwickeln

Barrierefreiheit beginnt in Struktur, Interaktion und Inhalt – nicht mit einer Prüfung kurz vor dem Go-live. Wir entwickeln Portale und Fachanwendungen so, dass Tastaturbedienung, assistive Technologien, verständliche Zustände und dokumentierte Qualität von Beginn an mitgedacht werden.

Technische Grundlagen für zugängliche Bedienung

oesterreich.gv.at nennt für erfasste Webseiten und mobile Anwendungen die Prinzipien wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust (letzte Aktualisierung: 01.05.2024). WCAG 2.2 und EN 301 549 dienen dabei als technische Orientierungspunkte; welche Anforderungen im Einzelfall gelten, muss für den konkreten Auftrag geklärt werden.

01

Semantisches HTML und Screenreader

Landmarks, Überschriften, Beschriftungen und Beziehungen werden im Code korrekt ausgedrückt und mit repräsentativen assistiven Technologien geprüft.

02

Tastatur und sichtbarer Fokus

Alle wesentlichen Funktionen bleiben ohne Maus erreichbar; Fokusreihenfolge und Fokuszustände machen die aktuelle Position verständlich.

03

Kontrast und reduzierte Bewegung

Text, Bedienelemente und Zustände bleiben unterscheidbar. Animationen berücksichtigen die Einstellung für reduzierte Bewegung.

04

Verständliche Formulare

Labels, Hinweise, Pflichtfelder, Fehlermeldungen und Statusänderungen sind visuell sowie für assistive Technologien eindeutig verbunden.

Prüfrahmen für reale Aufgaben

Der konkrete Prüfrahmen wird vorab auf Anwendung, Nutzergruppen und vereinbarte Aufgaben zugeschnitten. Er verbindet technische Checks mit der tatsächlichen Bedienung und dokumentiert verbleibende Punkte für die Abnahme; daraus folgt keine automatische rechtliche Bewertung oder Konformitätszusage.

Kombinierte technische Prüfung

Kein einzelner Check beweist Zugänglichkeit; die Schritte ergänzen sich zu einem dokumentierten Prüf- und Abnahmerahmen.

  1. 1
    Automatisierte Checks Wiederholbare technische Verstöße früh erkennen und gezielt nachprüfen.
  2. 2
    Tastaturwege Fokus, Reihenfolge, Bedienung und sichtbare Zustände entlang wichtiger Aufgaben prüfen.
  3. 3
    Repräsentative Screenreader-Wege Semantik, Beschriftungen, Statusmeldungen und Beziehungen in ausgewählten Nutzungspfaden prüfen.
  4. 4
    Reale Aufgaben Wesentliche Vorgänge vom Einstieg bis zur Rückmeldung praktisch durchlaufen.
  5. 5
    Restpunkte dokumentieren Offene Befunde, Grenzen und ihre Behandlung nachvollziehbar festhalten.
  6. 6
    Abnahme Vereinbarte Aufgaben, Prüfergebnisse und dokumentierte Restpunkte gemeinsam bewerten.

Automatisierte und manuelle Tests verbinden

Automatisierte Tests allein sind kein Konformitätsnachweis. Sie finden bestimmte technische Verstöße zuverlässig, können jedoch Bedienbarkeit, Verständlichkeit und die Nutzung mit assistiven Technologien nicht vollständig beurteilen.
  1. Semantik und Regeln automatisiert absichern

    Wiederholbare Prüfungen begleiten Komponenten und Seiten, damit erkennbare Verstöße nicht erst am Projektende auffallen.

  2. Manuelle Tests mit Tastatur und Screenreader

    Fokusreihenfolge, Statusmeldungen, Formulare, Dialoge und wesentliche Aufgaben werden praktisch durchlaufen.

  3. Ergebnisse und Grenzen dokumentieren

    Geprüfte Bereiche, Methoden, offene Punkte und vereinbarte Abnahmen werden transparent festgehalten.

Keine automatische Rechts- oder Konformitätszusage

Saubere Entwicklung und kombinierte Prüfungen verbessern die Zugänglichkeit und liefern nachvollziehbare technische Qualität. Eine formelle Konformitätsbehauptung oder rechtliche Einordnung setzt jedoch einen festgelegten Geltungsbereich, vollständige Prüfung und belastbare Dokumentation voraus.

01

Geltungsbereich benennen

Anwendungen, Inhalte, Nutzergruppen, Zielstandard und anwendbare Vorgaben werden für den Auftrag konkret festgelegt.

02

Reale Aufgaben abnehmen

Die Abnahme verbindet technische Kriterien mit den wichtigsten Aufgaben, Geräten und assistiven Technologien.

03

Weiterentwicklung berücksichtigen

Neue Inhalte und Funktionen können Barrieren einführen; Qualitätsregeln und Prüfungen gehören deshalb in den laufenden Betrieb.

Zugänglichkeit und Fachablauf gemeinsam klären

Beschreiben Sie Anwendung, Nutzergruppen, wichtige Aufgaben und den gewünschten Prüfrahmen in wenigen Sätzen oder buchen Sie direkt einen Termin.